SV Fümmelse v. 1946 e.V.

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Damengymnastik

Ein Bericht von Rosmarie Mosel



Besuch bei „Jägermeister“

 

„Jägermeister“ kennt wohl jeder in Wolfenbüttel und die meisten wissen auch, wo der Likör hergestellt wird. Aber längst nicht alle haben das schöne moderne Werk in der Jägermeisterstraße von innen gesehen.

Unsere Gymnastik-Gruppenleiterin Ilona Haack hat zum 08. Februar 2018 eine Führung in diesem Weltunternehmen organisiert.

Nach einigen Sicherheitsvorkehrungen wurden wir in der großen Licht durchfluteten Eingangshalle freundlich begrüßt und gleich in den ersten Gängen mit der Ge-schichte des Unternehmens vertraut gemacht:

 

1878

wurde von Wilhelm Mast eine Essigfabrik und Weinhandlung in Wolfenbüttel gegründet. Das Stammhaus kann man heute noch im Großen Zimmerhof sehen.

1934

Sohn Curt Mast erfand das Rezept des Kräuterlikörs und auch den Namen Jägermeister. Curt Mast war begeisterter Jäger und sehr naturverbunden. So bezog er damals die 56 Kräuter für sein Getränk nur aus der Apotheke. Das Rezept ist bis heute geheim und liegt nur für sehr wenige Menschen zugänglich im Tresor.

1952

Günter Mast, ein Neffe von Curt Mast, tritt als Prokurist in das Unternehmen ein und ist später durch seine Fußballwerbung bekannt geworden. (Heute hat sich Jägermeister aus der Sportwerbung zurückgezogen, denn Sport und Alkohol passen eben doch nicht zusammen)

2006

Die Architektengruppe Struhk baut nach neuesten Erkenntnissen ein modernes Verwaltungs- und Werksgebäude.

Parallel wird in Wolfenbüttel-Linden ein Abfüllwerk errichtet.

2018

Weltweit arbeiten über 900 Mitarbeiter für Jägermeister (in Wolfenbüttel nur ca. 300)

Jägermeister ist die größte Spirituose und wird in über 80 Länder exportiert, die USA ist mit 25% der stärkste Absatzmarkt.

 

Mit weißen dünnen Hygienemänteln und –Mützen eingekleidet  wurden wir durch die großen Hallen geführt, sahen die modernen Anlagen, in denen mehrere Wochen die Mazerate ruhen müssen, um dann ein Jahr in 495 großen Eichenfässern zu lagern. Die berühmten 56 Kräuter durften wir nicht nur beschnuppern, sondern auch anfassen und wer wollte, sogar essen, z. B. Süßholz. Alles braucht seine Zeit und so ist von der ersten Mischung – Kräuter, Alkohol und Harzer Wasser, einjährige Lagerung in den Eichenfässern – bis zur fertigen Abfüllung alles genau berechnet und unterliegt ständigen Prüfungen.

In die weltbekannte grüne eckige Flasche mit dem stolzen Hirsch auf dem Etikett kommt der Likör dann erst nach Linden und wird von dort in alle Welt versandt.

Nach dieser sehens- und wissenswerten Führung bekam jeder Besucher ein Präsent: natürlich eine kleine Flasche Jägermeister mit zwei Gläsern.

Vielen Dank und zum Wohl!

 

Trotz Kälte sind wir bei strahlendem Sonnenschein zum Restaurant „ Da Giovanni“ gegangen und haben bei leckerem Essen, Trinken und anregenden Gesprächen diesen interessanten Vormittag beendet.

Wir danken unserer Leiterin Ilona Haack für die gute Organisation.